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Hat die EMA den angepassten COVID-19 Omikron Impfstoff zugelassen?

Hat die EMA den angepassten COVID-19 Omikron Impfstoff zugelassen?

19.09.2022
Hat die EMA den angepassten COVID-19 Omikron Impfstoff zugelassen

Inzwischen sind mehrere, auf Omikron-Varianten angepasste, Impfstoffe gegen das Coronavirus in der EU zugelassen. Doch noch nicht alle sind bereits verfügbar. Erfahren Sie hier alles über Verfügbarkeiten, Impf-Empfehlungen und weitere Hintergründe.

 

Drei neue Zulassungen für angepasste Impfstoffe im September

 

Bereits seit Anfang September sind die, auf BA.1 zugeschnittenen, Impfstoffe von Moderna und BioNTech bereits verfügbar. In diesem Fall hat die Mutation des Virus den Impfstoff allerdings überholt – BA.1 ist in Deutschland kaum noch vertreten. Mit nahezu 100 Prozent dominiert BA.5 das Infektionsgeschehen.

Die Impfstoffe, die gegen die Variante BA.1 entwickelt wurden, wirken laut Experteneinschätzungen besser gegen die aktuell dominierende Variante als die Ursprungsform des Impfstoffs. Seit dem 12. September ist nun allerdings auch ein neuer, auf die Variante BA.5 angepasster, Impfstoff aus dem Hause BioNTech von der EU-Arzneimittelbehörde (EMA) zugelassen worden. Bei allen drei im September zugelassenen Impfstoffen handelt es sich um bivalente Impfstoffe – sie schützen also sowohl gegen die Ursprungsvariante des Virus als auch gegen die jeweilige Mutation.

Laut Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) werden Arztpraxen in Kürze die Möglichkeit haben, den neuesten Impfstoff zu bestellen. Auch der Hersteller Moderna hat einen aktualisierten Impfstoff gegen die Variante BA.5 entwickelt, aktuell befindet sich dieser allerdings noch in der Prüfung der EMA.
Zusätzlich zu den mRNA-Impfstoffen von Moderna und BioNTech kann seit Anfang September mit Valneva ein sogenannter „Tot-Impfstoff“ bestellt werden.

 

Was empfiehlt die Stiko bezüglich aktualisierter Impfstoffe?

 

Die Ständige Impfkommission (Stiko) empfiehlt seit dem 20. September, für Auffrischungsimpfungen bevorzugt auf die aktualisierten Varianten des Impfstoffs zurückzugreifen. Zur zweiten Auffrischungsimpfung (in der Regel vierte Impfung) wird aber weiterhin nur bestimmten, vulnerablen Gruppen geraten: Menschen ab 60 Jahren, Beschäftigte in medizinischen Einrichtungen, Bewohnende von Pflegeheimen und immungeschwächte Personen.

Darüber hinaus gilt für alle Menschen ab 12 Jahren in Deutschland eine Empfehlung der Stiko zur Grundimmunisierung (zwei Impfdosen) sowie zur ersten Auffrischungsimpfung (auch: Booster).
Der sogenannte „Tot-Impfstoff“ Valneva wird von der Stiko für Menschen zwischen 18 und 50 Jahren empfohlen. Zu den Immunreaktion von Menschen über 50 Jahren lägen nicht genug Daten vor, um eine Empfehlung aussprechen zu können.

 

Wann sollte man sich impfen lassen?

 

Laut Stiko-Empfehlung sollte zwischen einer Impfung oder Infektion und der nächsten Auffrischungsimpfung eine Zeitspanne von mindestens sechs Monaten liegen. Bei einigen Risikogruppen könnte diese Dauer allerdings verkürzt werden, um den bestmöglichen Schutz gegen das Virus sicherzustellen. Diesbezüglich solle sich mit dem Hausarzt abgestimmt werden, so Carsten Watzl, Generalsekretär der Deutschen Gesellschaft für Immunologie.

 

Werden die ursprünglichen Impfstoffe somit überflüssig?

 

Zwar können die Omikron-Varianten des Coronavirus den Impfschutz öfter umgehen und Infektionen auslösen, der ursprüngliche Impfstoff schützt aber noch immer effektiv vor schweren Krankheitsverläufen. Zudem wird er weiterhin genutzt werden, um eine Grundimmunisierung gegen das Virus herzustellen.
Das Virus Covid-19 wird die Welt voraussichtlich noch längere Zeit beschäftigen, daher bleiben Impfstoffe und ihre Aktualisierung ein zentrales Thema der Gesundheitsversorgung der nächsten Jahre.

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